Bei phantastischem Sonnenwetter waren es mit ca. 150 Personen leider zu wenige Menschen, die sich in Detmold zur Demonstration zusammengefunden hatten, als am 15.08. Jens Spahn zu einem “Blitzbesuch” im Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte erschien.
Zu sehen war er nur für Sekunden, eine öffentliche Ansprache hielt er nicht, sondern ging direkt vom Fahrzeug ins Museum.
Die Organisator:innen hatten sich trotz der extrem kurzen Vorlaufzeit viel Mühe gegeben, gute Redner:innen organisiert und ein buntes Auftreten vorbereitet.
In den Reden ging es um Masken-Skandal, Richter-Debakel, Anti-Lobbyismus und den Ausspruch “Ich bin nicht queer, ich bin schwul“, mit dem Jens Spahn für viel Aufruhr sorgte, da sich doch alle gemeinsam für Akzeptanz einsetzen sollten und auch er gesellschaftlicher Nutznießer dessen ist, was die queere Community gemeinsam in den letzten Jahren und Jahrzehnten für alle nicht-heteronormativen Menschen erreicht hat.
Natürlich steht es ihm frei, sich individuell zu definieren, aber es wird von einer nicht unerheblichen Menschengruppe als Abwertung empfunden, so ähnlich beschreibt es auch das Queer-Magazin:
https://www.queer.de/detail.php?article_id=47679
Liebe Menschen – wenn Euch die aktuelle Politik zuviel ist, und Ihr Euch immer wieder sagen hört “Tja, was soll man da machen?” – ganz einfach:
Nutzt jede Gelegenheit, Euch deutlich für ein besseres gesellschaftliches Miteinander zu positionieren! Egal, wie groß oder wie klein eine Demo sein mag, egal, um welchen Aspekt der politischen Korrektheit es Euch dabei geht – solange wir alle gemeinsam für unsere grundgesetzlich definierten Werte aufstehen!
Ein schöner Aspekt der Veranstaltung war die OWL-weite Vernetzung, denn es waren OMAs aus Detmold, Höxter, Salzuflen und Gütersloh vor Ort.
