Rückblick auf das Pogromgedenken am 9. November 2025 in Gütersloh
Rund 300 Menschen unterschiedlichster Altersgruppen versammelten sich am Sonntagabend am Synagogengedenkstein in der Daltropstraße, um der Opfer der Pogromnacht vom 9. November 1938 zu gedenken.
Auch in Gütersloh wurden damals die Synagoge und jüdische Wohnhäuser zerstört, jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger gedemütigt, verfolgt und ermordet.
Breite Beteiligung aus Stadt und Zivilgesellschaft
Eine erstaunlich große Menschenmenge war zum Gedenken erschienen, deutlich mehr als in den Jahren zuvor. Unter den Teilnehmenden waren Vertreter:innen der Stadt, des Christenrates, des Stiftungen Gymnasiums und verschiedener Initiativen – darunter auch OMAS GEGEN RECHTS, die mit ihrer Anwesenheit ein sichtbares Zeichen gegen Hass, Hetze und Antisemitismus setzten.
Neben dem offiziellen Kranz von Christenrat und Stadt legte auch das Bündnis gegen Rechts Gütersloh einen kleinen Kranz nieder – als Symbol für Solidarität, Mitgefühl und Verantwortung.
Worte der Mahnung und Ermutigung
In seiner Rede erinnerte der Bürgermeister eindringlich an die Bedeutung von Widerstand und Zivilcourage. Er hob die historische Bedeutung der Weißen Rose hervor und erinnerte an den Mut von Martin Luther King und Nelson Mandela, deren Handeln gezeigt habe, dass Veränderung immer vom Engagement Einzelner ausgeht.
„Erinnern heißt, sich für die Zukunft einzusetzen“, betonte er – eine bewegende und zugleich ermutigende Botschaft.
Dies ist auch im Bericht der Stadt nachzulesen:
Stadt GT > Pogromgedenken 2025 / Appell des Bürgermeisters “Seien Sie Mutmacher”
Erinnerung als Auftrag für die Zukunft
Das Pogromgedenken 2025 in Gütersloh war mehr als nur eine Erinnerung an die Vergangenheit. Es war ein gemeinsames Bekenntnis zu Verantwortung, Demokratie und Menschlichkeit – und ein Zeichen dafür, dass Zivilcourage heute so wichtig ist wie damals.
Nie wieder ist jetzt.
Anja
