Zum Gedenktag der Bücherverbrennung hatten wir im letzten Jahr eine > Infostand-Aktion in der Fußgängerzone gemacht. Dieses Jahr nahmen zwei von uns am “Lesen gegen des Vergessen” teil – hier der Bericht dazu von Astrid (lieben Dank!):
Lesen gegen das Vergessen
ist seit 2019 ein sehr wichtiger Beitrag der Gütersloher Erinnerungskultur in der Martin-Luther-Kirche zur Erinnerung an den Tag der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 – zur Erinnerung an die schrecklichen Ereignisse des Nationalsozialismus, um es nie zu vergessen!
Die Texte der Lesung möchten eine Brücke bauen und eine Handreichung von damals zur Gegenwart sein, jedoch auch als Mahnung dienen, besonders in der heutigen Zeit, in der die Demokratie wieder sehr unter Druck gerät und äußerst fragil ist. Doch Schlagworte und vermeintlich einfache “Antworten“ ohne Inhalte waren und werden nie die Lösung sein.
Umso schöner war es, dass Schülerinnen der Janusz-Korczak-Gesamtschule, Mitglieder des Seniorenbeirates, ein Vertreter des Forums Russische Kultur, eine Journalistin und Sprecherzieherin, ein Mitglied des Fachbereich Kultur sowie wir OMAS gegen Rechts Texte generationenübergreifend ausdrucksstark und gefühlvoll vortrugen.
Wir wurden herzlich willkommen geheißen seitens der Vertreterin des Fachbereichs Kultur, Lilian Wohnhas, sowie dem stellvertretenden Bürgermeister Markus Kottmann.
So „bunt“ gemischt wie wir Vortragenden, die Verfasserinnen und Verfasser der Texte wir auch waren, eines bewegte uns gemeinsam: Erinnert euch!! Unrecht und Unheil dürfen nie wieder die Oberhand gewinnen, nicht jetzt und nicht in der Zukunft.
Zu hören waren Auszüge von Texten, Briefen, Gedanken und Reden wie:
- Renate Welsch, Die Ohrfeigen
- Ilse Losa, Die Welt in der ich lebte
- Cato Bontjes van Beek, Letzter Brief
- Ellinor Wohlfeil, Berichte
- Semiya Şimşek, Schmerz ist unsere Kraft
- Hildegard Knef, Der Geschenkte Gaul
- Hannah Arendt, Kindheitserinnerungen
- Marilla Mehr, Gedicht
- Anna Achmatowa, Requiem
- Hans Rosenthal, Zwei Leben in Deutschland
- Wilfried Schäfer, Tagebuch (leider kein Link verfügbar)
- Christina Christiansen, Brief an Nikolaus Groß
(wir haben die Erlaubnis, diesen direkt als PDF zu veröffentlichen)
Einfühlende Musik, gespielt von Felix Janßen-Müller auf dem Cello, begleitete die Veranstaltung.
Das ökumenische Friedensgebet, das jeden Samstag um 12.00 Uhr stattfindet, war ein stilles Innehalten und wurde gesprochen von der Pfarrerin Erika Engelbrecht.
Der Zuspruch und die tosenden Reaktionen der Zuhörenden nach der Veranstaltung haben gezeigt, wie wichtig die Stunden in diesem besonderen Rahmen der Erinnerungskultur sind.
Wir als OMAS gegen Rechts waren erstmalig Lesende dieser wichtigen Veranstaltung, deren Inhalt und Hintergrund uns umtreibt und bewegt.
Im kommenden Jahr sind wir wieder dabei. Versprochen!
Astrid
Weitere Artikel / mehr Infos zu “Lesen gegen das Vergessen”:
- https://kulturportal-guetersloh.de/veranstaltungen/lesen-gegen-das-vergessen-2026/
- Fotostrecke: https://afs-gt.de/lesen-gegen-das-vergessen-stimmen-der-erinnerung-in-wort-und-musik/
- Großer Bericht in der “Gütersloh App”
OMAS GEGEN RECHTS OWL / Gütersloh
Kontakt: omasgegenrechtsowl@gmail.com

